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Jugend forscht = Jugend gewinnt

Bereits zum 23. Mal hat Pfleiderer in Neumarkt den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ ausgerichtet und wie in den Jahren zuvor haben Auszubildende des Unternehmens mit großer Begeisterung teilgenommen. Ein Engagement, bei dem es nur Gewinner gibt.
Text: Guido Klinker Fotos: Pfleiderer Deutschland GmbH

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Seit 22 Jahren unterstützt Pfleiderer mit großer Freude aller Beteiligten die Initiative „Jugend forscht“. Von Beginn an dabei: Ausbildungsleiter Andreas Götz (vorne, Mitte).
1965 rief der Chefredakteur des Magazins „stern“, Henri Nannen, den Wettbewerb unter dem Motto „Wir suchen die Forscher von morgen!“ aus. Eines der Ziele: mehr junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Heute ist „Jugend forscht“ eine gemeinsame Initiative des „stern“, der Bundesregierung und von Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Regionalwettbewerb findet an vielen Orten in Deutschland statt. Die Sieger qualifizieren sich für den Landeswettbewerb und die Sieger dort für den Bundeswettbewerb. Teilnehmen können Jugendliche ab dem 4. Schuljahr bis zum 21. Lebensjahr. Bekannt ist der Wettbewerb in der Öffentlichkeit vor allem für Schülerinnen und Schüler. Dabei ist die Teilnahme auch für Auszubildende möglich.

„Hier in der Region ging die Initiative vom damaligen Direktor des Ostendorfer Gymnasiums, Dieter Bär, aus. Er hat einen Partner für die Ausrichtung gesucht und ihn mit Pfleiderer gefunden“, berichtet Eva-Maria Janka aus der Öffentlichkeitsarbeit von Pfleiderer und Mitglied im Organisationsteam. Von Beginn an haben Auszubildende von Pfleiderer mit eigenen Projekten am Wettbewerb teilgenommen. Begleiter der ersten Stunde war Andreas Götz, Leiter der Ausbildung bei Pfleiderer Deutschland. „Jugend forscht ist eine tolle Plattform, um junge Talente zu fördern“, so Götz, „und es ist immer wieder schön zu erleben, wie sich die Auszubildenden während des Wettbewerbs entwickeln.“

„Viele Vorschläge stehen heute im Kontext der Arbeitssicherheit, da diese ohnehin im Fokus steht und von den Verbesserungen jeder Mitarbeiter unmittelbar profitiert.“

Andreas Götz, Ausbildungsleiter Pfleiderer Deutschland
„Jugend forscht“ stärkt die sozialen und persönlichen Kompetenzen. Dazu gehören das Projektmanagement ebenso wie die Präsentationssicherheit. Andreas Götz: „In einer Projektphase gibt es aber auch immer wieder Rückschläge. Wie geht der junge Mensch damit um? Was lernt er daraus und was verändert er? Von diesen Erfahrungen profitieren die Teilnehmer für ihr gesamtes Berufsleben.“ Und auch für Pfleiderer sind diese Erkenntnisse von großer Bedeutung: „Wir als Unternehmen haben die Chance, Talente in allen Facetten kennenzulernen und ihre individuelle Entwicklung frühzeitig zu planen und zu fördern“, hebt Andreas Götz hervor. Daher können grundsätzlich alle Auszubildenden von Pfleiderer in Deutschland am „Jugend forscht“-Wettbewerb teilnehmen. „Das Unternehmen stellt dafür Raum, Zeit und Mittel zur Verfügung, damit sie sich optimal vorbereiten können“, berichtet Eva-Maria Janka.



Waren es in den Anfangsjahren vor allem Projekte mit einem privaten, persönlichen Hintergrund, so kommen heute immer mehr Projektvorschläge der Auszubildenden aus dem beruflichen Umfeld. In internen Workshops unterstützen die Ausbilder dabei, Themenfelder zu identifizieren und daraus eine Projektidee zu entwickeln, mit der sich die Auszubildenden dann um eine Teilnahme bewerben. 
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Jugend forscht 2018
Regelmäßig nehmen Auszubildende mit eigenen Ideen und Projekten an Wettbewerben. Dabei sammeln sie wertvolle persönliche und berufliche Erfahrungen und manchmal gelingt auch der Sprung auf Siegertreppechen. So wie Christoph Hecker, Jakob Götz und Florian Otto (Bild oben) im vergangenen Jahr. Im Fachbereich Arbeitswelt qualifizierten sie sich sogar für den Bundeswettbewerb und erreichten den 2. Preis. Ihr Projekt: „SiloRail“, eine Absturzsicherung für Fahrsilos in der Landwirtschaft.
„Viele Vorschläge stehen heute im Kontext der Arbeitssicherheit, da diese ohnehin im Fokus steht und von den Verbesserungen jeder Mitarbeiter unmittelbar profitiert“, erklärt Andreas Götz. Allen ist dabei klar: Eine Projektidee zu entwickeln und umzusetzen gelingt nicht nebenbei. Freizeit und so manche private Verabredung treten während der heißen Projektphase in den Hintergrund, aber am Ende sind alle Gewinner, weiß Andreas Götz aus langjähriger Erfahrung: „Egal, ob man eine Runde weiterkommt, einen Preis gewinnt oder nicht: Die neuen Erfahrungen – fachlich wie persönlich – bringen die jungen Menschen weiter.“ Mehr als 190 Pfleiderer-Auszubildende haben in den vergangenen 22 Jahren bei „Jugend forscht“ mitgemacht. Der Regionalwettbewerb wurde 24-mal gewonnen, der Landeswettbewerb siebenmal und einmal gelang es Bernhard Strobl und Dominik Rupp 2008, Bundessieger zu werden. Hinzu kamen zahlreiche Top-Platzierungen und Sonderpreise.

Die Zusammenarbeit zwischen Ausbildern, Lehrern und Auszubildenden schweißt auch persönlich zusammen. „Wir lernen uns außerhalb der Ausbildung in einem anderen Rahmen sehr intensiv kennen und mit vielen der Auszubildenden habe ich weiterhin einen engen Kontakt“, berichtet Andreas Götz. Bundessieger Bernhard Strobl ist das beste Beispiel dafür. Nach seiner Ausbildung hat er sich bei Pfleiderer stetig weiterentwickelt und ist heute als Projektleiter im Werk Neumarkt tätig. „Wir sehen uns regelmäßig – auch privat. Uns verbindet die extrem enge, zeitintensive Arbeit an ihrem ,Gewindemeister’. Das war schon ein besonderes Team und eine tolle Erfahrung, gemeinsam mit ihnen von Wettbewerb zu Wettbewerb zu gehen“, so Andreas Götz. „Ich bin sehr froh, dass wir Talente und Menschen wie ihn im Unternehmen halten konnten und sie hier ihren Weg gehen. ,Jugend forscht’ hat dabei sicher geholfen.“

Angesichts der sehr guten Erfahrungen wird die Initiative aus Neumarkt derzeit verstärkt auf die anderen Pfleiderer-Standorte in Deutschland ausgeweitet. „Wir animieren unsere Ausbilder, ,Jugend forscht’ stärker in den Blick zu nehmen. Sie sind die Motoren an den Standorten, die die Auszubildenden motivieren und sie unterstützen“, so Andreas Götz.
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